Bochumer Forscher revolutionieren Metallbau mit Laserauftragschweißen und Robotik
Nina HerrmannBochumer Forscher revolutionieren Metallbau mit Laserauftragschweißen und Robotik
An der Ruhr-Universität Bochum startet ein neues Forschungsprojekt zur Weiterentwicklung des Laserauftragschweißens für hochbelastete Metallbauteile. Unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Ostendorf will das Team die Herstellung komplexer Metallstrukturen optimieren. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Vorhaben über vier Jahre mit 3,85 Millionen Euro, beginnend Anfang 2025.
Das Projekt mit dem Titel „Simulationsgestützte Auslegung lastoptimierter Freiformbauteile durch Laserauftragschweißen“ konzentriert sich auf die Entwicklung von Metallkomponenten, die speziell auf bestimmte Belastungsprofile zugeschnitten sind. Herkömmliche Verfahren wie Gießen oder Fräsen stoßen hier oft an Grenzen, während das Laserauftragschweißen mehr Flexibilität bietet.
Die Forscher setzen auf Computersimulationen, um die optimale Geometrie und den besten Fertigungsablauf für jedes Bauteil zu ermitteln. Zwei Roboter arbeiten dabei Hand in Hand: Einer trägt das Metall mit einem Laser auf, der andere führt zwischendurch Fräsarbeiten zur Präzisionskorrektur durch. Dieses Vorgehen soll den Prozess verfeinern und die Herstellung noch komplexerer Formen ermöglichen.
Am Projekt sind Expertinnen und Experten aus vier Lehrstühlen der Ruhr-Universität Bochum beteiligt, unterstützt von Kooperationspartnern dreier weiterer Universitäten. Die Versuche finden am Zentrum für Engineering Smarter Product-Service Systems (ZESS) der Universität statt. Prof. Ostendorf, Leiter des Lehrstuhls für Laseranwendungstechnik, übernimmt die wissenschaftliche Leitung.
Das auf vier Jahre angelegte Projekt startet Anfang 2025 und wird von der DFG mit 3,85 Millionen Euro gefördert. Durch die Kombination von Robotik, Simulationen und Lasertechnologie strebt das Team die Herstellung belastbarerer und präziserer Metallbauteile an. Die Ergebnisse könnten Branchen zugutekommen, die auf hochbelastete Metallkomponenten angewiesen sind.






