Bergische Uni stellt Architekturstudium ein – trotz hoher Nachfrage und Renommee
Nina HerrmannBergische Uni stellt Architekturstudium ein – trotz hoher Nachfrage und Renommee
Die Bergische Universität plant, ihr renommiertes Architekturstudium in den kommenden zehn Jahren schrittweise auslaufen zu lassen. Die Entscheidung fällt in eine Phase finanzieller Belastung: Ab 2026 drohen jährliche Kürzungen in Höhe von 5,7 Millionen Euro. Trotz des exzellenten Rufs des Studiengangs und der hohen Nachfrage nach Absolventen werden nun Veränderungen eingeleitet.
Aktuell sind rund 500 Studierende im Fach Architektur eingeschrieben – einer von nur elf solchen Studiengängen in Deutschland. Internationale Aufmerksamkeit erlangte das Programm durch seine Beteiligung am Solar Decathlon 2021/22. Dennoch hat die Universitätsleitung bestätigt, den traditionellen Studiengang schrittweise zu schließen.
Statt pauschaler Sparmaßnahmen setzt die Hochschule auf strategische Kriterien. Die Fakultät wurde aufgefordert, ein neues Konzept mit Fokus auf Nachhaltigkeit zu erarbeiten. Den Studierenden wurde zugesichert, dass lange Übergangsphasen allen den Abschluss ihres Studiums ermöglichen werden.
Die Nachfrage nach Architektinnen und Architekten bleibt hoch: Allein die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen hat seit dem 1. September 125 offene Stellen für den Beruf ausgewiesen.
Der Auslaufprozess wird etwa ein Jahrzehnt dauern, sodass aktuelle Studierende ihr Studium abschließen können. Die finanziellen Herausforderungen der Universität haben diese Entscheidung erzwungen, doch nun geht es darum, das Programm neu auszurichten. Absolventinnen und Absolventen finden unterdessen weiterhin sehr gute Berufschancen auf dem Arbeitsmarkt.






