BCS will Amtszeit von Solingens Bürgermeister:innen auf zwei Perioden begrenzen
Nina HerrmannBCS will Amtszeit von Solingens Bürgermeister:innen auf zwei Perioden begrenzen
Bürgergemeinschaft Solingen (BCS) fordert strengere Amtszeitregeln für Bürgermeister
Die Bürgergemeinschaft Solingen (BCS) setzt sich für schärfere Vorschriften zur Amtszeit von Bürgermeister:innen ein. Die Initiative verlangt von Nordrhein-Westfalen, die Wiederwahl auf maximal zwei Amtsperioden zu begrenzen. Laut BCS würde diese Reform die Kommunalpolitik transparenter gestalten und das Vertrauen der Bevölkerung zurückgewinnen.
Die Gruppe argumentiert, dass Bürgermeister:innen in einer zweiten Amtszeit oft weniger kontrolliert werden. Dann richte sich das politische System stärker an interner Effizienz als an Offenheit aus – mit der Folge intransparenter Entscheidungen. Zudem warnt die BCS, dass häufige Wiederwahlen Lobbyismus und Hinterzimmerabsprachen begünstigen könnten.
Um diese Probleme anzugehen, fordert die BCS die Landesregierung auf, die Gemeindeordnung zu reformieren. Eine Begrenzung auf zwei Amtszeiten solle verhindern, dass langjährige Bürgermeister:innen zu viel Einfluss sammeln. Zudem soll der Solinger Stadtrat das 2014 abgeschaffte Gremium für Bürgerbeteiligung und Transparenz wieder einführen. Ein solches Gremium könnte fragwürdige Spenden prüfen – wie etwa die 19.000 Euro, die an die örtliche SPD flossen.
Die BCS bezeichnet sich als einzige unabhängige, gemäßigtere politische Kraft in Solingen. Zwar lehnt sie Wiederwahlen nicht grundsätzlich ab, doch weitere Amtszeiten bergen ihrer Ansicht nach die Gefahr, Misstrauen zu schüren. Klare Grenzen, so die Überzeugung der Gruppe, würden das Vertrauen in die lokale Demokratie stärken.
Ziel der geplanten Änderungen ist es, intransparente Machtstrukturen zu verhindern und sicherzustellen, dass Bürgermeister:innen den Wähler:innen gegenüber rechenschaftspflichtig bleiben. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würde die Zweitamtszeit-Regelung landesweit in Nordrhein-Westfalen gelten. Zudem erwartet die BCS, dass das wiederbelebte Transparenzgremium künftig Parteispenden genauer unter die Lupe nimmt.






