Automobilindustrie setzt auf grüne Schifffahrt mit LNG- und Methanol-Antrieben
Jana BraunAutomobilindustrie setzt auf grüne Schifffahrt mit LNG- und Methanol-Antrieben
Die Automobilindustrie baut ihre Kapazitäten für den Seetransport von Fahrzeugen aus und reduziert gleichzeitig die Emissionen im Transportsektor. Große Unternehmen investieren in sauberere Schiffsantriebstechnologien, um ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dazu gehören neue Dual-Fuel-Schiffe und innovative Antriebskonzepte.
Die Volkswagen Group setzt bereits LNG-betriebene Frachter für ihre transatlantischen Lieferungen ein. Auch Hyundai Glovis hat mit einer Investition von 1,89 Milliarden US-Dollar in zwölf Dual-Fuel-Autotransporter, die mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden können, einen bedeutenden Schritt unternommen.
Wallenius Wilhelmsen geht noch einen Schritt weiter und plant, bis 2027 einen emissionsfreien Schiffsbetrieb einzuführen. Das Unternehmen hat 9.300 CEU große Methanol-Dual-Fuel-Schiffe bestellt, die mit alternativen Kraftstoffen fahren können. Diese Schiffe sind zudem „ammoniakbereit“ und lassen sich umrüsten, sobald Ammoniak als Treibstoff verfügbar ist.
2023 förderte der EU-Forschungsfonds Horizon das Segelantrieb-Projekt Orcelle für Autotransporter mit 9 Millionen Euro (9,7 Millionen US-Dollar). Xavier Leroi, COO der Schifffahrtsdienste bei Wallenius Wilhelmsen, bezeichnete diese neuen Schiffe als entscheidend, um die Fortschritte hin zu Netto-Null-Emissionen zu beschleunigen. Unterdessen hat Ford Europe aufgrund des seit der Covid-Pandemie anhaltenden Schiffsraummangels eigene Frachter gechartert.
Die Wende hin zu einer nachhaltigen Schifffahrt gewinnt an Fahrt. Neue Dual-Fuel- und ammoniakbereite Schiffe werden helfen, die Emissionen im maritimen Transport zu senken. Diese Investitionen unterstreichen das klare Bekenntnis der Automobilbranche zu grünerer Logistik.






