Anne-Frank-Gesamtschule verlängert Gedenkpartnerschaft für drei weitere Jahre
Tobias SchwarzAnne-Frank-Gesamtschule verlängert Gedenkpartnerschaft für drei weitere Jahre
Die Anne-Frank-Gesamtschule in Dülken wird ihre Zusammenarbeit mit dem Verein zur Förderung der Erinnerungskultur (1933–1945) in Viersen fortsetzen. Die Partnerschaft wurde um weitere drei Jahre verlängert. Bereits jetzt laufen neue Projekte und Gedenkinitiativen an, darunter Recherchen in lokalen Archiven sowie Pläne für zusätzliche Stolpersteine in der Innenstadt.
Die erneuerte Vereinbarung baut auf jahrelangen gemeinsamen Bemühungen auf, die Erinnerung an den Holocaust wachzuhalten. Ein Schwerpunkt wird die Verlegung neuer Stolpersteine sein, die für Anfang 2027 in Viersens Zentrum geplant ist. Die kleinen Messingtafeln erinnern an die Opfer der NS-Verfolgung, indem sie ihre ehemaligen Wohnorte markieren.
Lehrerin Corinne Flasshoff wird eine Projektgruppe im Kreisarchiv leiten, die sich mit der lokalen Geschichte dieser Epoche beschäftigt. Ihre Klasse wird zudem das Holocaust-Mahnmal erneut besuchen, wie Julietta Breuer, die stellvertretende Vorsitzende des Vereins, mitteilte. Schulleiterin Ilka Werner hat das Kollegium dazu aufgerufen, sich an der Aktion "Reinigung der Stolpersteine" zu beteiligen – insbesondere vor dem 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome von 1938.
Schule und Verein arbeiten seit Jahren zusammen, auch wenn keine genauen Zahlen zu früheren Stolperstein-Verlegungen dokumentiert sind. Ihre fortgesetzte Kooperation stellt sicher, dass Bildungs- und Gedenkaktivitäten im Mittelpunkt der Viersener Erinnerungskultur bleiben.
Die verlängerte Partnerschaft sieht weitere Recherchen, Gedenkstättenbesuche und die Verlegung von Stolpersteinen im Jahr 2027 vor. Lehrkräfte und Schüler werden die bestehenden Tafeln weiterhin reinigen und pflegen, um ihr Engagement zu unterstreichen. Die Initiativen zielen darauf ab, das Gedenken an die NS-Opfer durch Bildung und öffentliche Teilhabe lebendig zu halten.






