13 June 2026, 12:05

Aktivistin spendet Weimers beleidigende Gedichte an Nationalbibliothek – trotz Baustopp

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Aktivistin spendet Weimers beleidigende Gedichte an Nationalbibliothek – trotz Baustopp

Die Aktivistin Martha Root hat die Gedichtsammlung Kopfpilz des Ministers Wolfram Weimer der Deutschen Nationalbibliothek gespendet. Das Werk enthält derbe und beleidigende Gedichte, von denen einige sich gezielt gegen Frauen richten. Roots Entscheidung fällt trotz Weimers jüngstem Stopp der Erweiterungspläne der Bibliothek.

Die Sammlung wurde auf Archive.org hochgeladen und steht dort kostenlos zur Verfügung – ein direkter Widerspruch zu Weimers Haltung gegenüber physischen Medien. Root plant zudem, ein physisches Exemplar zu versteigern, um die Initiative Lesen Hilft zu unterstützen, die linksgerichtete Buchhandlungen fördert.

Sie kritisiert Weimer scharf dafür, sich nicht mit seinen frühen Werken auseinanderzusetzen, und bezeichnet dies als ein schlechtes Vorbild für einen Kulturminister. Zudem wirft sie ihm vor, linksgerichtete Buchhandlungen von einer Preisverleihung ausgeschlossen und mögliche Interessenkonflikte zu haben. Sein Ministerium bezeichnete den Baustopp später als ein „Moratorium“.

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Root, bekannt für ihr Engagement, hatte Ende 2022 eine rechtsextreme Dating-Plattform infiltriert. Sie bezeichnet sich selbst als Archivarin und setzt sich dafür ein, kulturelle Werke zu bewahren, die in Gefahr sind, verloren zu gehen.

Die Spende ist ein demonstrativer Akt des Widerstands gegen Weimers Politik. Die anstößigen Inhalte von Kopfpilz und Roots öffentliche Kritik unterstreichen die anhaltenden Spannungen. Durch die Versteigerung und die kostenlose digitale Veröffentlichung bleibt die Sammlung trotz Weimers Widerstand zugänglich.

Quelle