08 May 2026, 10:09

Abschied vom Agostea: Koblenzer Kultclub wird Stück für Stück versteigert

Innenansicht einer Bar mit Tischen, Stühlen, Sofas, einem Müllbehälter, elektronischen Geräten, Beleuchtung, Texttafeln, gerahmten Bildern, Flaschenregalen und anderen Gegenständen, die eine Decke mit Lampen und eine Leitung aufweisen, die auf eine Live-Musik-Veranstaltung hindeutet.

Abschied vom Agostea: Koblenzer Kultclub wird Stück für Stück versteigert

Das ehemalige Agostea in Koblenz verschwindet langsam – Stück für Stück kommt unter den Hammer

In einer zweiten Auktion werden derzeit über 100 Lose an Bieter aus ganz Europa versteigert. Doch was aus dem Gelände wird, bleibt vorerst ungewiss – konkrete Pläne stehen noch aus.

Die erste Versteigerung Ende März zog Interessenten aus Belgien, Rumänien und der Schweiz an. Zu den verkauften Objekten gehörten unter anderem eine Ritterrüstung und eine Slush-Eis-Maschine – letztere sorgte für eine ungewöhnliche Reise eines Schweizer Käufers.

Der „Stadl“-Bereich des Agostea ist nach der ersten Auktionsrunde bereits kaum noch wiederzuerkennen. Sobald die restlichen Gegenstände versteigert sind, wird mit dem vollständigen Abbau des Clubs begonnen. Die Erlöse fließen in die Umgestaltung des Geländes, doch eine endgültige Entscheidung über die künftige Nutzung steht noch aus.

Ein gastronomisches Projekt wird diskutiert, doch weder Betreiber noch Konzept stehen fest. Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet skurrile Stücke wie eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und eine Massageliege. Viele Exponate bleiben jedoch in Koblenz, da lokale Unternehmen Erinnerungsstücke erwarben, um das Erbe des Clubs zu bewahren.

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Ein besonderer Moment ereignete sich, als ein Zürcher Ingenieur nach Koblenz reiste, um seine neu ersteigerte Slush-Eis-Maschine abzuholen – in der Annahme, es handele sich um das gleichnamige Koblenz im Schweizer Kanton Aargau. Die Verwechslung brachte eine humorvolle Note in die ansonsten von Wandel geprägte Geschichte des historischen Ortes.

Die Auktionen räumen nach und nach den Weg für ein neues Kapitel auf dem Agostea-Gelände. Doch solange keine festen Pläne vorliegen, bleibt die künftige Identität des Ortes offen. Für Fans und Sammler bietet sich nun eine letzte Gelegenheit, sich ein Stück Clubgeschichte zu sichern, bevor die Türen endgültig schließen.

Quelle