109 Dezibel in Witten: Beschlagnahmter Hochleistungswagen mit manipuliertem Motor sorgt für Ärger
Nina Herrmann109 Dezibel in Witten: Beschlagnahmter Hochleistungswagen mit manipuliertem Motor sorgt für Ärger
In Witten wurde ein Hochleistungswagen beschlagnahmt, nachdem Anwohner über übermäßigen Lärm geklagt hatten. Der Motor des Fahrzeugs dröhnte mit 109 Dezibel – deutlich über dem gesetzlichen Grenzwert von 82 dB. Zudem stellten die Behörden fest, dass das Auto unerlaubt in einer absoluten Halteverbotszone auf der Holbeinstraße geparkt war.
Der Besitzer argumentierte, der laute Lärm stamme vom Biturbo-Motor des Wagens. Bei einer Überprüfung entdeckten die Sachverständigen jedoch Hinweise darauf, dass die Motorsteuerung manipuliert worden war. Diese Veränderung dürfte maßgeblich zu den extremen Lärmwerten beigetragen haben.
In der Folge wurde die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs für ungültig erklärt. Dem Besitzer drohen nun verwaltungsrechtliche Verfahren – sowohl wegen der Lärmbelästigung als auch wegen der manipulierten Motorelektronik.
Offizielle Statistiken zu ähnlichen Fällen mit extrem lauten Hochleistungsfahrzeugen in Deutschland sind in den letzten Jahren nicht bekannt geworden. Die meisten Verkehrsdatenerhebungen von 2024 bis 2025 konzentrieren sich auf Raserdelikte, E-Scooter-Unfälle und allgemeine Verkehrsunfälle, nicht auf lärmbedingte Verstöße.
Das Auto bleibt vorerst beschlagnahmt, während die Ermittlungen andauern. Bei einer Verurteilung müssen der Halter mit Bußgeldern oder weiteren Strafen wegen der illegalen Umbauten rechnen. Der Fall zeigt, wie nicht genehmigte Fahrzeugveränderungen zu ernsthaften rechtlichen Konsequenzen führen können.






